Spielbericht zum Spiel der 3. Kreisklasse

BSC Jena 98 II - Orlamünde II

5:2 (3:1)

Von Karla Kolumna

Jena. Die zweite Mannschaft des BSC hat trotz Personalsorgen einen Heimsieg gegen den SV Orlamünde II eingefahren. Und das, obwohl die Jenaer spielerisch nicht an die vergangenen Spiele anknüpften.
Nur zwölf Spieler standen auf dem Spielberichtsbogen. Kapitän Jungbluth hatte seinen Zug in Saarbrücken verpasst, weitere Spieler mussten kurzfristig passen. Und auch der Schiedsrichter hatte keine Lust, so dass die BSC-Offiziellen einen Schiedsrichter aus Saalfeld überredeten, nach der Pharmpartie noch ein Spiel dranzuhängen. Die Begegnung war gerettet und begann mit leichter Verspätung.
Beide Mannschaften taten sich schwer, versuchten nach dem Prinzip höher und weiter zu agieren. Die Jenaer setzten zumindest nach und scheuten keinen Zweikampf. Folgerichtig fiel das 1:0. Hildebrandt hatte Christian Rödel bedient, der direkt auf Gruner ablegte. Der Torjäger spitzelte den Ball ins kurze Eck. Die Führung verlieh mehr Sicherheit im Passspiel, dennoch klingelte es im BSC-Kasten. Nach einem Eckball schob Orlamünde ein. Postwendend gelang die erneute Führung. Hildebrandt zog aus 26,578 Metern ab – der Ball schlug über dem Orlamünde-Torwart ein. Kurz vor der Pause schraubte Rödel, der erstmals von Beginn an spielte, die Führung auf 3:1. Nach schönem Dribbling schob er den Ball aus spitzem Winkel am Torwart vorbei ins Netz.
Nach der Pause fasste sich Oli S. ein Herz – ballerte einen Fernschuss in die Maschen. Orlamünde schöpfte noch einmal Hoffnung, als ein Freistoß von der Mittellinie ins Tor segelte. Doch die Jenaer Abwehr stand sicher. Die Gäste schwächten sich zudem selbst. Ein Stürmer foulte Torwart Großmann, hatte zuvor aber schon Gelb wegen einer Serie von Schwalben gesehen. Der konsequente Schiedsrichter verwies den Spieler des Feldes. Kurzzeitig war der BSC sogar mit zwei Spielern in Überzahl, nachdem Dickschädel Hildebrandt im Kopfballduell einen Spieler seines neuen Heimatortes gerammt hatte und der blutüberströmt zusammenbrach.
Der eingewechselte Kuba war es schließlich, der den Endstand herstellte. Gruner hatte sich gut durchgesetzt und in die Mitte gelegt – die 15 BSC-Fans jubelten. Verbesserungswürdig waren vor allem die Einwürfe und die Positionstreue der Spieler. „Das müssen wir gegen Mörsdorf besser machen“, sagte Toni 51.13 im Interview nach dem Spiel. Und Trainer Zippel fügte an: "Spielerisch blieben wir heute unter unseren Möglichkeiten, dafür stimmte das Engagement und der Wille aller Spieler, den Sieg zu holen."

by Tino