Von Karla Kolumna
Jena. Mit einer Blamage verabschiedet sich die zweite Mannschaft des BSC Jena in die Winterpause. Gegen Rot-Weiß Graitschen unterlag das Team auf eigenem Platz mit 1:3.
Die Partie beginnt zerfahren. Der BSC wählt viel zu oft den Weg durch die Lüfte, um den Angriff um Top-Stürmer Gruner sowie Meißner und Torghelle in Szene zu setzen. Auch beim Gast aus Graitschen läuft nicht viel zusammen – die Gäste kommen nicht zum Abschluss. Plötzlich indes stockt den Zuschauern der Atem. Torwart Großmann fängt einen leichten Schuss ab, lässt ihn aber passieren. Nur mit Mühe gelingt es ihm, den Ball von der Linie zu kratzen. Den folgenden Einwurf führen die Graitschener schnell aus, ein aufgerückter Mittelfeldspieler kommt zum Flanken. Er schießt Zippel an den Oberarm, der Ball erhält dadurch Drall. Im Zentrum lauert ein Stürmer, der verwandelt. 0:1. Der BSC lernt nicht aus seinen Fehlern. Die Fehlpässe im Spielaufbau mehren sich. Selbst der sonst souveräne Kapitän Hundertmark lässt sich anstecken. Er spielt unbedrängt einen Ball auf einen Graitschener, der am Strafraum wartet. Im ersten Versuch kann zwar Großmann das Tor noch abwenden, im Nachschuss zappelt der Ball im Netz. 0:2! Bis zur Halbzeit versuchen es die Jenaer viel zu umständlich.
"Wir mussten reagieren", sagt Spielertrainer Zippel. Er wechselte zur Pause doppelt, brachte Schirch und Strobel für Hildebrandt und Torghelle. Die Aufholjagd sollte beginnen. Graitschen stellte sich hinten rein, verteidigte mit neun Mann. Die Jenaer spielten nun zwar besser, suchten mit flachen Pässen den Erfolg. Ohne Erfolg. Zwar kommen mehr Schüsse aufs Tor, aber meist wird es dem Torwart zu einfach gemacht. Einen Treffer von Meißner gibt der Schiedsrichter nicht. Der Stürmer soll im Abseits gestanden haben.
Stattdessen führt ein Konter zum 0:3. Nach einem Fehlpass im Mittelfeld geht der Stürmer allein auf Großmann zu. Die aufgerückte Abwehr kommt nicht hinterher – da zappelt der Ball im Netz. Mit dem Mut der Verzweiflung rennt der BSC an. Strobel versucht es aus 37,5 Metern und zwingt den Keeper zu einer Glanzparade. Jan Metze Simak verwandelt einen Freistoß direkt, doch nur wenige Minuten bleiben. Meißner rutscht nur knapp an einer Eingabe vorbei – das wars. "So hatten wir uns das nicht vorgestellt", sagt ein sichtlich enttäuschter Jungbluth. "Wir werden fleißig trainieren, um es in der Rückrunde besser zu machen", fügt Zippel an.
by Tino